Stories01/02/2019

Blumendekoration

Einfache DIY-Tipps von Nadja Wassmann aka BlackFlowers

Esstisch mit Blumendekoration und KerzenFoto: Katharina Rauch

Was Nadja Wassmann aka BlackFlowers auf eine Festtafel zaubert, sieht immer aus wie die zufällige Eleganz der Französinnen, leicht, kraftvoll oder auch manchmal wild-romantisch. Doch hinter dem scheinbar unbemühten Bohemien-Stil steckt in Wahrheit eine ganze Menge Perfektion, Liebe, Zeit und Wissen um Details wie Bildaufbau und Farbwahl aus den Jahren an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.

Die Regeln sind theoretisch einfach: Es ist wie immer das Spiel mit Strichen, Licht und Schatten, die Ordnung in der Fülle, die Harmonie der Asymmetrie.

Natürlich sollten sich Schönheiten nicht gegenseitig die Show stehlen und jeder Beauty gebührt der passende Rahmen, also das richtige Gefäß… Und da wären wir schon mitten bei einigen DIY-Tipps:

Wenn ihr ein Dinner oder Fest auszurichten möchtet, überlegt zuerst, wer die Gäste sind und was der Anlass ist. Bei einem netten Essen mit Freunden oder draußen empfehle ich wie hier formschöne Flaschen oder Gruppen von Apothekergläsern wie bei der Dekoration „Zarte Bande“. Danach wählt ihr die Blumen aus und spielt mit Strichen…das heißt, ihr schneidet die Stängel auf verschiedene Längen und schaut, wie sie fallen. Dabei gerne auch manchmal eine große Blüte kurz schneiden

Foto: Heinz Holzmann
Foto von Nadja Holzmann mit Blumendeko
Foto: Katharina Rauch
Esstisch mit Blumendekoration

Bei großen Arrangements spielen Form und der Einsatz der Farben eine tragende Rolle, damit das Gesamtbild dramatisch und nicht allzu brav wirkt. Und das geht so:

Entscheidet euch entweder für eine Farbe, die Schatten wirft, also Hell-, Mittel- und Dunkelrot oder ihr „malt“ im Farbverlauf wie bei einem Aquarell. Dabei beginnt ihr unten mit einem dunkleren Ton und werdet nach oben immer zarter – wie Himmel und Erde. Im Hochsommer kann es auch mal BOLD sein. Dann dürft ihr in den ganz dicken Topf greifen und die stärksten Komplementärfarben wie Rot-Gelb-Blau nebeneinander setzen. Das bringt garantiert gute Laune an die Freiluft-Tafel!

Begonnen wird mit möglichst wildem Grün am äußeren Rand. Ihr könnt auch Unkraut vom Wegesrand (bitte waschen! ;)) oder Gewürze verwenden. Achtet darauf, dass keine Löcher im Arrangement entstehen und dennoch jede Schönheit ihren Raum hat. Interessant wird das Spiel, wenn man stolze und einfache Blumen mischt und auch mal eine große Blüte oder Grün über den Tellerrand schauen lässt.

Asymmetrie ist für mich das Größte, weil das Dreieck nun einmal spannender ist, als ein Quadrat und der Goldene Schnitt mit seiner „Ein Drittel/Zwei Drittel-Einteilung“ schon seit Jahrhunderten als der Schönheit letzter Schrei gilt. Vollkommen symmetrische Objekte hingegen wirken zwar beruhigend, aber gerne auch etwas langweilig für unser Auge.

Foto: Katharina Rauch
Esstisch mit Geschirr und Blumendekoration
Foto: Katharina Rauch
Esstisch mit Blumendekoration

Die Wahl der Gefäße ist ebenso wichtig für den Gesamteindruck. Und die Art der  Beleuchtung kann sogar Ausschlag gebend für die Stimmung sein, aber dafür habe ich in meinem Werkstatt-Atelier eine ganze Armada an Kerzenhaltern und Vasen aus Vintage-Silber, Gold, Kupfer oder Glas. Werft doch mal einen Blick in die „Schatzkammer“ auf meiner Homepage.

Fragt bei feinkoch nach einem DIY-Workshop, bei dem ich euch gerne mehr zeige oder ruft mich für die Ausstattung eures Dinners einfach an, denn ich mache nichts lieber, als euer Fest zu einem unvergesslich schönen Abend werden zu lassen.

Nadja Wassmann